Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Hermy

Hermy

Geburtsdatum: Mai 2019

Rasse: Mischling

Herkunft: Ubeda

Kastrationsstatus: unkastriert

Auf Pflegestelle in Burgdorf/Niedersachsen!

Glück im Unglück, oder jetzt fängt das Leben erst an! Was Hermy in ihrem kurzen Leben schon mitgemacht hat, das ist schon extrem.

Ein ganz normaler Tag in Südspanien, als der Transporter vom Hundefänger vor das Tierheimtor fährt und die Türen aufgehen, befanden sich wieder einige ausgesetzte Vierbeiner, vor allem Welpen darin. Wieder viel zu viele verlorene Seelchen, die niemand mehr haben will. Es hört einfach nicht auf, ein Kampf gegen Windmühlen….

Eine davon ist Hermy. Sie war dann etliche Wochen im städtischen Tierheim von Ubeda, ausschließlich in trostloser Zwingerhaltung untergebracht. Jeder Tag ist grausam und ein Kampf ums Überleben. Endlich ein Licht am Horizont, die Ausreise nach Deutschland stand an. Doch dann hat das Schicksal bei Hermy erneut erbarmungslos zugeschlagen. Beim Tierarztcheck in Spanien wurde festgestellt, dass die Kleine eine lebensbedrohliche Pulmonalstenose hat. Sie könnte jeden Tag von jetzt auf gleich tot umfallen, ihr Leben hing erneut am seidenen Faden. Es gab für Hermy nur eine Chance, eine teure und aufwendige OP könnte ihr Leben retten.

Wir hatten uns entschlossen Hermy nach Deutschland zu holen und ihre Pflegefamilie hat umgehend alles Nötige in die Wege geleitet. Hermy wurde mittlerweile erfolgreich in der Münchener Uniklinik operiert – und jetzt endlich sieht sie einer ganz normalen Zukunft entgegen. Jetzt fängt das Leben für Hermy erst richtig an.

Trotz aller negativen Ereignisse hat sich das Hundekind niemals unterkriegen lassen. Sie war und ist stets gut gelaunt, aufgeschlossen und erobert die Herzen der Menschen im Sturm. Aber jetzt ist es endlich an der Zeit, dass Hermy ihre Familie für immer braucht und eigene Wege gehen kann. Aus dem einst hilflosen, verlassenen Welpchen aus Spanien ist ein bildschönes Hundemädchen mit allerbestem Charakter geworden, das viel gelernt hat und jeden Tag in vollen Zügen genießt. Zuckersüß und menschenbezogen, brav und alltagstauglich ist das Schätzchen! Mit Hermy kann man sogar problemlos ins Hotel oder Restaurant gehen, sie ist sehr unkompliziert. Wie alle jungen Hunde möchte sich Hermy natürlich bewegen, aber ist dabei nicht überdreht! Für Hundesport wäre Hermy jedoch nicht geeignet! Hermy geht mit allen Menschen offen und vertrauensselig um, sie ist total charmant und wickelt einen sofort um ihre Pfötchen! Ja, Hermy ist wirklich ein Traumhund!

Lt. Impfausweis wurde das lackschwarze Fellnäschen im Mai 19 geboren. Ihre Artgenossen findet sie richtig klasse, sie ist eine ganz große Schmusebacke, kuscheln bis zum Umfallen, und man kann sie als absolut familientauglich beschreiben. Der niedliche Flitzer hat Stand Anfang April 51 cm Schulterhöhe bei 15,5 kg, und sie kann evtl. noch etwas wachsen. Welche Rassen in ihr vereint sind, das wissen wir nicht, da sie ein Findelkind ist. Wir denken aber schon, dass wahrscheinlich ein Labrador mit im Spiel war.

Wenn Sie sich jetzt genau so wie wir in den süßen Spatz verliebt haben, dann melden Sie sich doch einfach bei uns. Wenn bei Ihnen der Hund vollwertiges Familienmitglied ist und Sie viel Zeit haben (denn ein Junghund wie sie sollte nicht viel allein sein), dann könnte das der Anfang einer wundervollen Freundschaft werden. Jetzt nach der OP hat sie eigentlich keine gesundheitlichen Einschränkungen mehr und kann voll in die Zukunft durchstarten. Es wäre schön, wenn die kleine Lady im zukünftigen Zuhause mit einem hundesicheren Garten zum Toben hätte, vorzugsweise im ländlichen Bereich. Über einen freundlichen Artgenossen würde sich Hermy sehr freuen, denn bisher war sie immer unter Hunden. Hermylein ist kompl. durchgeimpft, entwurmt mit einem durchweg negativen Mittelmeertest. Natürlich ist sie gechipt und nennt einen EU-Ausweis ihr Eigen.

Unter Pulmonalstenose versteht man eine Verengung im Bereich der Pulmonalklappen, welche eine von insgesamt vier Herzklappen ist. Dabei sind die Klappensegel verdickt und verklebt, so dass das Blut gegen einen erhöhten Widerstand vom rechten Herzen in die Pulmonalarterie zur Lunge gepumpt werden muss. Es ist angeboren. Heute kann in den meisten Fällen eine Erweiterung der Engstelle mittels Ballon erreicht werden, was auch bei Hermy gemacht wurde - ein öffnen des Brustkorbes war nicht nötig. Ein Katheter wird an der großen Halsvene in das rechte Herz und durch die Pulmonalarterie über die Stenose hinweg in Richtung Lunge geschoben. Über diesen Katheter wird dann ein Ballon genau auf die Engstelle geschoben und unter hohem Druck aufgeblasen. Dies hat dann ein Aufbrechen der Stenose, bzw. der Verengung zur Folge. Deshalb hat Hermy auch noch einige rasierte Stellen am Körper und am Hals eine kleine Narbe.


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