Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Flamenca

Flamenca

Geburtsdatum: Mai 2017

Rasse: Zwergdackel

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: kastriert

Die Abgründe der Menschheit kennt kaum eine Grenze, wenn es darum geht, sich mit dem Leid anderer Geschöpfe zu bereichern. Habgier und Profitsucht liegen in ihrer Natur, sind jedoch keinesfalls eine Entschuldigung dafür, dass wehrlose Lebewesen ausgebeutet, und wenn nicht mehr gut genug wie Müll entsorgt werden. Bei unseren Rettungen treffen wir immer wieder auf ganz arme Seelchen, deren Vergangenheit mehr als nur offensichtlich ist. Klein Flamenca ist ein reinrassiges, schokobraunes Zwergdackelmädchen, das mit ihren gerade erst 3 Jahren (geb. ca. Mai 2017) unübersehbar zur Nachzucht missbraucht wurde. Es geht um Rassehunde, die in Zuchtfabriken, bei gewissenlosen Hundevermehrern landen und dort jahrelang, oft bis zum bitteren Ende als Mittel zum Zweck dienen. Ein dreckiges Geschäft mit Leben, wo einzig und allein der Absatz zählt. Niemand schaut hinter die Kulissen, nach den Elterntieren, die nur zur Zucht gehalten werden. Welche allzu oft ein einsames, tristes Leben, nur Mittel zum Zweck um Welpen zu produzieren leben, denn das ist den meisten leider egal. Sie werden unter unwürdigen Bedingungen gehalten, fristen ihr Dasein in dunklen Verschlägen oder Käfigen, kommen so gut wie nie ins Freie oder spüren eine liebende Hand. Wir haben keine Welpen anzubieten, jedoch das, was in solchen Fällen im Verborgenen liegt – die Mütter und Väter. Was für ein trauriges Leben musste Flamenca vermutlich leben, und welch schrecklichem Ende sah sie ins Auge, und das nur, weil der Mensch so grauenvoll maßlos ist...

Wir haben die kleine Maus in einer spanischen Perrera gefunden, wo sie von ihrem Vermehrer zum Tode verurteilt wurde. Die Frage warum, können wir Ihnen nicht beantworten. Vermutlich hat sie die gewünschte Leistung nicht mehr gebracht. Wie praktisch ist dann doch eine solche Entsorgungsmethode. Uns treibt es hier jedes Mal wieder die Tränen in die Augen, denn die armen Würmchen haben noch nie in ihrem Leben etwas gehabt und sollen dann so grausam, auch noch das verlieren. Wir glauben kaum, dass es Flamenca bei ihrem Besitzer tatsächlich gut ging, denn sonst hätte er nicht so entschieden. Sie kennen allzu oft kein warmes Bettchen, haben meist nie das Gras unter ihren Pfötchen gespürt oder durften glücklich in einem Menschenarm gelegen, haben somit auch nie die Geborgenheit und Liebe der Menschen erfahren dürfen. Dank der Mithilfe lieber Tierfreunde haben wir Flamenca dank eines „Ticket aus der Hölle“ in Sicherheit in unsere Auffangstation Linares/Südspanien bringen lassen können, wo sie nun liebevoll behandelt und auf ihre Ausreise vorbereitet wird. Schüchtern schaut die kleine Maus in die Kamera, völlig erstarrt und kaum in der Lage wirklich zu stehen. Wie können wir ihr das auch verdenken, denn wir wissen nicht, was ihr alles passiert ist. Der Schreck sitzt ihr sichtlich noch in den Gliedern. Flamenca hat eine Schulterhöhe von nicht mal 25 cm und wiegt 5,5 kg. Laut unserer Freunde vor Ort hat sie einen guten Charakter, wird als lieb beschrieben und mit Artgenossen verträglich. Vom Wesen her ist sie eher ein ruhiges Mädel und auch mit den dortigen Katzen zeigt sie keine Probleme. Flamenco wird sicher in ihrem Leben nicht viel kennengelernt haben. Man muss sich darauf einstellen, dass sie weder die Leine noch Umweltreize kennt. Sie wird nun auf ihre Ausreise vorbereitet, so dass Flamenca selbstverständlich gechipt, vollständig geimpft und kastriert in Deutschland ankommen würde. Ihr Labor auf Mittelmeerkrankheiten zeigte einen grenzwertigen Leishmaniosetiter bei unauffälligem Blutbild. Unsere Tierärzte vor Ort werden daher Flamenca sicherheitshalber medikamentös einstellen. Daher ist es für Flamenca wichtig, dass man sich im Vorfeld mit der Infektionskrankheit auseinandersetzt.

Für unser kleines Zwergenmädel suchen wir eine ganz liebevolle, hundeerfahrene Familie die sich nicht durch ihre Laborergebnisse beirren lässt und Verständnis für Flamenca’s Vergangenheit hat. Wir suchen echte Dackelfans mit dem Herzen genau am richtigen Fleck nebst bereits vorhandenem, netten Vierbeiner ihrer Art, an dem sich Flamenca orientieren kann. Dazu ein ruhiges Heim mit nicht gar so vielen Treppenstufen, denn kleine Beinchen müssen viel mehr Schritte tun als große. Wir wünschen uns für die Kleine ein Haus mit eingezäuntem Garten, wo der Weg in die Natur nicht weit ist. Vorhandene Kinder sollten sich bereits in einem vernünftigen Alter befinden und ausreichend Rücksichtnahme mitbringen. Wo ist die nette Familie mit ausreichend Zeit und Einfühlungsvermögen, die diesem armen Schätzchen endlich die Sonnenseite im Leben zeigt?




Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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