Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Tana

Tana

Geburtsdatum: Januar 2017

Rasse: Labrador-Retriever

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: kastriert

Notfall

Auf Pflegestelle in Baden-Würtemberg!

Rasse schützt vor Herzlosigkeit nicht, Schönheit nicht vor Unerbitterlichkeit, Jugend nicht vor Kaltblütigkeit, Hilflosigkeit nicht vor Erbarmungslosigkeit …

Frage: Von wem wir reden?

Antwort: Uns, dem Menschen!

Besser gesagt reden wir von dem Menschen, der unser Schätzchen Tana ganz herzlos entsorgt hat. Weggeworfen wie Müll, gefunden in einer spanischen Perrera, wo das Ende ihres Lebens grausam beschlossen wurde. Teure Rassehunde die in professionell geführten Tötungen landen. Und warum? Weil der Mensch so maßlos ist und wir in einer Wegwerfgesellschaft leben, wo Tiere immer noch als Sache angesehen werden, und man keine Verantwortung mehr übernehmen will. Wie immer spielt das Geld dabei eine Rolle, denn kaufen kann man sie an jeder Ecke. Jung und gesund, hofft man jedenfalls. Aber ein Leben lang für sie sorgen kostet eben und wenn gar noch krank geworden, dann nichts wie weg damit. Wehe dem, dass sie medizinische Hilfe brauchen, dann hört der Spaß auf. Sobald es um Kosten geht, wie rasch hat es sich dann ausgeliebt, wie rasch wird verstoßen und vergessen. In was für einer grausamen Welt leben wir eigentlich…

Tana ist erst 5 Jahre jung, geb. lt. Pass Januar 2017. Sie ist ein reinrassiges, wunderschönes, beiges Labradormädchen. Hunde wie Tana werden nicht einfach ausgesetzt, sie werden eigenhändig von ihren Besitzern entsorgt. War sie ihren Menschen tatsächlich so wenig wert? Es macht uns immer wieder sprachlos, ein solches Ende hatte unsere Hübsche ganz sicher nicht verdient! Tana konnten wir dank lieber Menschen letztes Jahr im April retten und in Sicherheit in unsere Auffangstation Linares/Südspanien bringen. Hier wurde sie vorerst gepäppelt, denn das arme Mädel war vollkommen abgemagert, mit stumpfem, glanzlosem Fell. Im Labor schlugen sowohl der Filarien- als auch der Leishmaniosetiter positiv an, geschützt wurde sie demnach von ihrem Menschen in keinster Weise. Mit großer Wahrscheinlichkeit war auch das der Grund für den von ihrem Menschen geplanten Mord. Mit einstiger Liebe hat eine solche Tat ganz bestimmt nichts zu tun. Natürlich wurden von unserem Tierarzt vor Ort sofort die entsprechenden Therapien eingeleitet. Eine Herzwurmtherapie ist jedoch langwierig und schon ohne einer Leishmanioseinfektion nicht ganz ungefährlich, so dass dies ihre liebe Pflegemama hier in Deutschland Ende Juli übernahm, denn wir brauchten für Tana kompetente Herzspezialisten, jede Menge an menschlicher Fürsorge und ganz viel Ruhe.
Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen und dank der Fürsorge ihrer Pflegemama und der tollen Hilfe hier in Deutschland konnte Tana’s Filariose erfolgreich therapiert werden, so dass sie nur noch die Nachsorge benötigt. Auch ihre Leishmaniose ruht dank guter Therapie bei einem weiterhin positiven Ergebnis, jedoch mit durchweg unauffälligen Blutwerten. Tana darf sich nun in Anführungsstrichen bester Gesundheit erfreuen, sie darf wieder springen, flitzen und fröhlich sein. Allerdings gibt es noch einen Wehrmutstropfen. Im Herzultraschall zeigte sich aufgrund der fortgeschrittenen Filariose bereits eine Herzkammervergrößerung, welche degenerativ ist. Dies macht Tana keinesfalls Probleme, sollte jedoch im Auge behalten werden.

Unsere Tana ist ein liebes Mädel, sehr menschenbezogen und stets freundlich zu Jedermann. Auf ihren Namen hört sie selbstverständlich längst, sie läuft super an der Leine und auch mit dem Auto fährt sie inzwischen gerne mit. Tana hat einen ausgeglichenes Wesen und mit anderen Hunden versteht sie sich prima, spielt indes gern mit ihnen. Auch mit der Stubenreinheit das klappt und mit dem Alleinebleiben im Rudel das ist auch kein Problem. Unsere hübsche Lady hat eine Schulterhöhe von 57 cm bei einem jetzt gesunden Gewicht von 25 kg. Selbstverständlich ist Tana gechipt, vollständig geimpft und konnte auch kastriert werden.

Zu Tana’s endgültigem Glück fehlen unserem hübschen Schätzchen jetzt nur noch die richtigen Menschen, die hundeerfahren sein sollten und Tana fest versprechen, auch weiterhin gut auf sie aufzupassen, um ihre Gesundheit weiter auf dem rechten Weg zu halten. Sie sollten sich bereits im Vorfeld mit ihrer Diagnose auseinander gesetzt haben und selbstverständlich auch über entsprechenden tierärztlichen Rückhalt verfügen. Tana’s Traum wäre ein tolles Zuhause im eher ländlichen Bereich mit dazugehörigem Garten, wo sie sicher und unbeschwert flitzen darf. Eine Vermittlung in städtische Mietwohnblöcke kommt für uns nicht infrage. Gern darf bereits ein netter Artgenosse auf unser Mädchen warten, auch gegen verständnisvolle Kinder in einem bereits vernünftigen Alter hätte Tana sicher nichts einzuwenden. Nur gar zu turbulent sollte es nicht zugehen. Neben tollen Spaziergängen durch Natur darf die Kopfarbeit natürlich nicht fehlen, denn Tana möchte als Labbi gern noch so vieles lernen und von der Welt sehen dürfen. Wo ist die klasse Familie, die unserer hübschen Tana eine zweite Chance im Leben gibt, die ihr zeigt wie wundervoll ehrliche Liebe sein kann und ihr Dasein zu schätzen weis?



Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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