Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Pingu

Pingu

Geburtsdatum: Oktober 2015

Rasse: Chihuahua

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: unkastriert

Notfall - Gnadenbrotplatz gesucht

Leishmaniose positiv und blind

Das stille Leid der Tränenlosen…
Eine Hand voll Elend - ausgenutzt bis auf das Letzte…
Eine Hand voll Unschuld - nie die Sonne gesehen, und auch nie mehr sehen werdend…
Eine Hand voll Leben - nie eine liebende Hand gespürt, nie die Wärme eines Menschen…
Eine Hand voll Furcht - weggeworfen wie Müll, unbrauchbar geworden für die ewige Gier nach Geld…

Es ist das stille Leid der Tränenlosen, derer, die hinter Verschlägen oder in viel zu kleinen Käfigen, fernab von dieser Welt ein erbärmliches Dasein fristen. Es sind die, die niemals die Sonne gesehen, nie über grüne Wiesen geflitzt, nie ein Bettchen besessen und nie jemandem nur irgendein Fünkchen bedeutet haben. Die nie Geborgenheit spürten, nie die Liebe eines Menschen, die missbraucht, entwürdigt und geschändet wurden. Es geht um Rassehunde, die in Zuchtfabriken, bei gewissenlosen Hundevermehrern  landen und dort jahrelang, oft bis zum bitteren Ende als Mittel zum Zweck dienen. Ein dreckiges Geschäft mit Leben, wo einzig und allein der Absatz zählt. Niemand schaut hinter die Kulissen, nach den Elterntieren, die nur zur Zucht gehalten werden, die ein einsames, tristes Leben, nur Mittel zum Zweck um Welpen zu produzieren leben, denn das ist den meisten leider egal. Wir haben keine Welpen anzubieten, jedoch das, was in solchen Fällen im Verborgenen liegt – die Mütter und Väter…

Sag mir Mensch, der du den Welpenhandel unterstützt, sind sie dir wirklich so egal? Schau hin, schau genau hin, denn ER ist das Ergebnis davon, was du unterstützt. Und nun frage ich dich Mensch, fühlst du dich noch wohl damit?

Das ist Pingu, ein reinrassiger Chihuahua Zuchtrüde, der sein Leben lang von Menschenhand nur missbraucht und unter unwürdigen Bedingungen gehalten wurde. Mit dem einzigen Ziel, Geld zu verdienen. Und wissen sie wie alt der arme Spatz gerade mal ist? Erst 6,5 Jahre (geb. lt. Pass Oktober 2015) alt, man mag es kaum glauben. Ja, so sehen sie aus, die Elterntiere. Sein trauriger Zustand spricht Bände über schäbigste Haltungsbedingungen. Denn Pingu ist blind, was mit Sicherheit auf Mangelernährung zurück zu führen ist. Seine Krallen nie geschnitten, sein Fell nie gepflegt und ganz bestimmt hat er auch keine Muskulatur. Woher auch, Bewegung gab es ja nie. Und einem Tierarzt, wurde Pingu ganz bestimmt nie vorgestellt. So haben unsere Tierfreunde den armen kleinen Kerl gefunden, in einer spanischen Perrera, wo sein Leben ausgehaucht werden sollte. Sag mir Mensch, der du den Welpenhandel unterstützt, ist das gerecht?
Dank lieber Menschen durften wir auch diesem armen Kerlchen ein „Ticket aus der Hölle“ in seine kleinen Pfötchen drücken und damit sein Leben retten. Wir wünschen uns nichts mehr für seine Zukunft, als dass er endlich, zum ersten Mal in seinem Leben, erfahren darf, was die Wörtchen „Leben“ und „Liebe“ überhaupt bedeuten…

Pingu befindet sich nun in Sicherheit in unserer Auffangstation Linares/Südspanien. Hier muss er nicht mehr um sein Leben bangen, denn an diesem Ort wird respektvoll damit umgegangen. Hier wird er gepäppelt und medizinisch versorgt werden, hier wird sein Leben geschätzt. Pingu hat eine Schulterhöhe von gerade mal 28 cm, bei einem Gewicht von 3,5 kg. Unsere Freunde beschreiben ihn als verständlicherweise noch sehr zurückhaltend, jedoch lieb und sehr ruhig. Er wird nun auf seine Ausreise vorbereitet werden, so dass er bei Ankunft in Deutschland natürlich gechipt und vollständig geimpft sein wird. Eine Kastration hängt von seinem Gesundheitszustand ab und werden wir unserem Tierarzt vor Ort überlassen. Denn Pingu wurde bei seiner Rettung grenzwertig auf Leishmaniose getestet, so dass er vorsichtshalber medikamentös behandelt wird.

Gesucht wird ein ganz liebevolles, geborgenes Zuhause mit verständnisvollen, erfahrenen Menschen, die unserem armen Schatz zeigen werden, wie wundervoll das Leben sein kann. Aufgrund seiner Behinderung ist ein netter, bereits vorhandener Artgenosse seiner Größe Bedingung, an dem sich Pingu orientieren und mit dem er sein Bettchen teilen darf. Ebenso ein ruhiges, ländliches Heim mit wenig Umweltreizen, wo Pingu sich sicher und behutsam an sein neu gewonnenes Glück gewöhnen darf. Selbstverständlich mit kleinhundsicher eingezäuntem Garten, denn Pingu hat in seinem bisherigem Leben weniger wie Nichts kennengelernt (!). Er muss sich an all die neuen Geräusche und Eindrücke die auf ihn einstürmen werden erst gewöhnen dürfen und man wird auch vorerst keine (wenn überhaupt mal möglich) Spaziergänge mit ihm laufen können. Dies sollte bei seiner Adoption bewusst sein, daher auch eine Tragetasche zu seinem Repartoar gehören. Eine Vermittlung in städtische Gebiete mit Wohnungshaltung steht für uns für Pingu außer Frage. Ebenso eine Vermittlung zu Kleinkindern. Wir wünschen uns ein ruhiges Plätzchen, ohne Trubel, ohne Krach und ohne zusätzlichen Stress. Eines, dem seine Diagnosen nicht fremd sind und das mit guter, tierärztlicher Unterstützung im Hintergrund, bei ganz herzlichen Menschen. Möchten Sie Pingu zeigen, wie bunt ein Regenbogen ist, wie wohlig warm ein Sonnenstrahl und wie großartig das Gefühl, von ganzem Herzen geliebt zu werden?


Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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