Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Rudi

Rudi

Geburtsdatum: Februar 2011

Rasse: Chihuahua

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: unkastriert

Notfall - Gnadenbrotplatz gesucht - Leishmaniose positiv

Auf Pflegestelle im Landkreis Aschaffenburg/Bayern!

„Nur weil die Tränen getrocknet sind, heißt es nicht, dass das Herz aufgehört hat zu bluten.“
(Unbekannt)

Eine Hand voll Leben, eigenhändig zum Tode verurteilt, weggeworfen wie Müll. Entsorgt in einer spanischen Perrera, Todesurteil damit ausgesprochen. Dieser kleine unschuldige Spatz ist Rudi. Rudi ist ein reinrassiger Chihuahua Bub, nur winzige 24 cm klein bringt er gerade mal 2,3 kg auf die Waage. Rudi ist lt. Pass 10 Jahre alt, geb. Februar 2011. Er hatte alles verloren, letztendlich beinahe noch das Letzte was ihm blieb - sein Leben. Dass er überhaupt noch am Leben ist, haben wir unseren Tierfreunden aus Linares/Südspanien zu verdanken, die Rudi Ende September letzten Jahres retteten und sofort in ihre Tierklinik brachten. Der arme Kerl war in einem katastrophal verwahrlosten Zustand. Viel Pflege seiner Menschen scheint er in den letzten Jahren nicht erfahren zu haben und sicher hat man auch keinen Tierarzt mit ihm besucht. Warum auch, wenn man in seinem Geburtsland beste Freunde kostengünstiger und ohne viel Aufwand ganz legal entsorgen kann. Rudi war quasi nackend, seine ursprüngliche Fellfarbe lies sich nur erahnen. Er hatte pergamentartige, trockene Haut, die bereits entzündet war. Auch die Krallen schienen lange nicht gepflegt worden zu sein, sicher ist man mit ihm auch nicht gelaufen. Sein schlechter Zustand ist der beste Zeuge dafür, wieviel menschliche Fürsorge er wohl einst erfahren durfte und wie seine Haltungsbedingungen wohl aussahen. Die Antwort lassen wir offen…

Es folgten Laboruntersuchungen, verschiedene medikamentöse Therapien und Heilbäder. Wie man sich sicher vorstellen kann, war nicht nur sein gesundheitlicher Zustand desaströs, auch seine Laborergebnisse. Rudi litt unter einer Anämie, seine Entzündungswerte gingen durch die Decke, sein Immunsystem war im Keller, die Nieren drohten aufzugeben und wie erwartet, hatte sein ehemaliger Besitzer den armen Kerl auch nicht geschützt, denn Rudi ist Leishmaniose positiv. Dass ein solch armer Tropf nicht in unsere Auffangstation Linares konnte war klar, so dass sich nach Klinikaufenthalt eine liebe spanische Pflegefamilie um Rudi kümmerte und ihn weiter päppelte. Ob er trotz der guten Fürsorge überleben würde war nicht sicher. Aber über Klein Rudi wachte ein wahrer Schutzengel, der ihm durch die schwere Zeit half und in ihm den Kämpfer weckte. Rudi erholte sich dank der kompetenten Hilfe gut und durfte Ende des Jahres gechipt und vollständig geimpft seine Reise in ein besseres Leben nach Deutschland antreten. Eine Kastration in einem solchen Zustand steht außer Frage, denn es ging für Rudi um das nackte Überleben. Hier in Deutschland wartete bereits eine liebevolle, erfahrene Pflegefamilie auf den kleinen Spatz, die ihm nach etwas Erholungszeit nun den Weg in sein neues Glück ebnen wird.

Angekommen in Deutschland lernte seine Pflegemama einen unheimlich lieben, noch recht schüchternen, zurückhaltenden aber ganz zauberhaften kleinen Buben kennen! Trotz seines Alters scheint er von der schönen Welt nicht viel gesehen zu haben, wobei ihm das Leben in einem Haus bekannt zu sein scheint. Er ist ein ruhiger Spatz, was nicht unbedingt etwas mit seinem Alter zu tun hat. Aber wenn es ums Essen geht, dann wird der kleine Mann munter. Es ist eine Freude zu sehen, wie gut es ihm nun schmeckt. Auch wenn sich alle zum Gassi fertig machen freut er sich schon und möchte stets mit, mag jedoch nicht weit laufen, so dass seine Mami ihn kurzerhand per Tragetasche die schöne Welt zeigt. Auch das Sofaplätzchen hat Rudilein rasch entdeckt und liebt es mit seinen Menschen zu kuscheln, wobei er nachts ganz nah im Schutze seiner Mami im Bettchen schläft. Rudi scheint den Kontakt zu anderen Hunden zu kennen. Rasch hat er sich den anderen im Rudel angeschlossen, wobei er sich sehr gut verträgt und jedem Streit aus dem Weg geht. Auch die großen Hunde im Rudel machen ihm nun keine Angst mehr, wobei er sich lieber den Kleineren anschließt. Der Pflegepapa ist ihm noch nicht ganz geheuer und laute Kinder machen ihm Angst, so dass wir für Rudi ein ruhiges Zuhause ohne Kindertrubel suchen. Auch wenn seine Tränchen langsam trocknen und Rudi beginnt das Erlebte zu verarbeiten, heißt es nicht, dass sein Herz nicht aufgehört hat zu bluten. Es wird noch jede Menge an Fürsorge, Geborgenheit und menschliche Wärme nötig sein, damit sein kleines Herzchen heilen kann und seine Gesundheit auf dem rechten Weg bleibt.

Wir suchen daher für den vom Leben schwer enttäuschten armen Zwerg eine ganz liebevolle, erfahrene Familie die mit viel Liebe und Geduld ein glückliches Lächeln zurück in sein hübsches Gesichtchen zaubern wird. Sein neues Heim sollte ruhig und naturnah liegen, bevorzugt natürlich mit einem Artgenossen seiner Größe. Ein Kuschelplätzchen ganz nah bei seinen Menschen ist genauso Bedingung wie die Grundkenntnisse zu seiner Infektionskrankheit. Gesucht wird ein kompetentes Plätzchen mit tierärztlich entsprechendem Rückhalt, um Rudi komplikationslos hoffentlich noch für so einige wundervolle Jahre glücklich zu machen. Aufgrund seiner Vorgeschichte gehen wir fasst davon aus, dass es das erste Mal im Leben sein wird, wo sich Rudi endlich glücklich und vor allem geborgen fühlen darf. Wo sind die tollen Menschen voller Herzenswärme, denen wir das Leben des kleinen Rudi hoffnungsvoll anvertrauen dürfen?



Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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