Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Notfall - Leishmaniose positiv

„Verbannte leben von Hoffnung.“

(Deutsches Sprichwort)

Nur noch, denn sie haben nichts anderes mehr auf dieser Welt. Sie haben alles verloren, es wurde ihnen genommen. Genommen von einem Menschen, dem sie einst vertraut und ihr kleines großes Herz zu Füßen gelegt haben. Sie werden schon vorher unter schlimmen Zuständen gehalten, jegliche medizinische Hilfe wird ihnen versagt. Der Weg zur endgültigen Verbannung ist nicht weit, denn irgendwann werden sie gnadenlos verstoßen, hilflos ausgesetzt und für immer vergessen von Jenem. Sag mir Mensch, sieht tatsächlich so die menschliche Fürsorge und ehrliche Liebe zu einem Lebewesen aus?

Wir möchten Ihnen Frida vorstellen. Frida hat genau das hautnah erleben müssen. Sie weiss, wie all die menschlichen Eigenschaften wie Kaltherzigkeit, Erbarmungslosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Herzlosigkeit, Verrohtheit und Unmenschlichkeit riechen. Und dabei ist sie so ein nettes, zurückhaltendes, liebenswertes Mädel. Aber all diese guten Eigenschaften nützen nicht viel, wenn man krank wird und Hilfe braucht. Wie schnell hat es sich dann ausgeliebt, und das nicht nur in ihrem Geburtsland Spanien. Frida wurde in einem schrecklich verwahrlosten Zustand von unseren Tierfreunden in Ubeda/Südspanien Ende Juli letzten Jahres ausgesetzt auf der Straße aufgegriffen. Ihr Zustand bei Auffinden spricht Bände über sehr schlechte ehemalige Haltungsbedingungen und dementsprechend auch ihrem Menschen, dem einst ihr Leben anvertraut wurde. Er scheint sich nie wirklich um sie gekümmert zu haben und wir bezweifeln auch, dass Frida jemals eine Tierarztpraxis von innen gesehen hat. Trotz ihres noch so jungen Alters, denn Frida ist lt. Pass erst 3 Jahre alt (geb. ca. November 2018) scheint sie bereits einige Geburten hinter sich zu haben und sah sie aus wie ein alter Hund. Ihr Fell war völlig verfilzt, ihre Haut in einem ganz schlechten Zustand, teilweise schwer entzündet, vernarbt und bereits verändert. Ein Zeichen für ein bereits herb in Mitleidenschaft gezogenes Immunsystem unter Parasitenbefall.

Selbstverständlich wurde Frida, bei der es sich wahrscheinlich um einen Pudel- oder Perro de Aqua Mischling handelt, von unseren Freunden sofort in der Klinik vorgestellt. Mit gebrochenem Herzen und riesengroß aufgerissenen hilflos fragenden Äuglein schaute sie uns auf ihrem ersten Bild auf dem Untersuchungstisch an. Ein Anblick, der uns durch Mark und Bein ging, und so vieles über Verzweiflung und das widerfahrene Dilemma erzählt. Die ersten Blutuntersuchungen ergaben wie nicht anders erwartet hohe Entzündungswerte, bei damals noch negativen Leishmaniosetiter, was sich allerdings später ändern sollte. Es folgten Ultraschalluntersuchungen ohne Auffälligkeiten und natürlich wurde die Behandlung ihrer Haut in Angriff genommen. Frida brauchte spezielle Bäder und erhielt SpotOns gegen Hautparasiten. Das arme Mädchen hat sich inzwischen dank der Fürsorge unserer Helfer vor Ort relativ gut erholen können. Aktuelle Laboruntersuchungen ergaben gute Werte, allerdings war der Leishmaniosetiter nun leicht positiv geworden. Aber ihre Haut sieht schon viel besser aus, Frida ist auf dem besten Weg wieder ein wunderschöner Schwan zu werden und sie konnte mittlerweile auch kastriert werden. Jedoch bräuchte das arme Schätzchen noch viel mehr Fürsorge, um wieder richtig genesen zu können. Etwas, was in unserem Partnertierheim nur schwer möglich ist, denn helfende Hände werden für zu viele hilfebedürftige arme Seelchen gebraucht und Frida ist nur eine von ihnen. Hinzu kommt das Zwingerleben unter freiem Himmel bei Wind und Wetter, wo auch der Winter wieder seine Spuren hinterlassen wird.

Unsere Tierfreunde vor Ort beschreiben Frida als freundlich zu Menschen und all ihren Artgenossen. Zurückhaltend, manchmal noch etwas nervös und in sich verschlossen, aber sehr nett und liebevoll. Frida hat eine Schulterhöhe von 50 cm bei 18 kg.

Gesucht werden liebevolle, erfahrene Menschen, die unsere Frida auf ihrem Weg der Besserung unterstützen werden und ihr eine 2. Chance im Leben geben. Frida hat es mehr als verdient endlich erfahren zu dürfen, dass es auch andere, fürsorglichere Menschen mit viel Wärme im Herzen für sie gibt. Ihre Hoffnung auf ein glücklicheres Leben soll nicht wie eine Seifenblase zerplatzen. Wir suchen ein nicht zu turbulentes Heim mit eingezäuntem Garten in eher ländlicher Lage, wo der Weg für tolle Entdeckertouren durch die Natur nicht weit ist. Eine Vermittlung in die Stadt in Mehrfamilienhäuser kommt für uns nicht infrage, da Frida mit Sicherheit ein solches Leben nie kennengelernt hat und damit überfordert wäre. Gern darf bereits ein netter Artgenosse auf sie warten und auch Kinder in einem bereits vernünftigen Alter sind sicher kein Problem. In Verbindung zwecks ihres positiven Laborergebnisses sind Grundkenntnisse zur Leishmaniose für uns Bedingung und ein kompetenter tierärztlicher Rückhalt wäre nötig, um Frida’s Gesundheit wieder auf den rechten Weg zu bringen. Bei Ankunft in Deutschland wäre Frida selbstverständlich gechipt und auch vollständig geimpft. Wo gibt es für Frida das liebevolle Plätzchen nebst Menschen mit Herz, was Hoffnung wahr werden lässt und Verbannten eine Zukunft mit ehrlicher Liebe schenkt?

Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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